Lernspielzeug zu Weihnachten: Was du Kindern von 3 bis 9 Jahren schenken kannst
Von Amine Ouertatani
Softwareingenieur · Vater von zwei Kindern··7 Min. Lesezeit
Zwischen Wunschzetteln, Katalogen und den Listen der Großeltern ist es nicht leicht, ein Geschenk zu finden, das wirklich Freude macht und trotzdem etwas bringt. Ein gutes lehrreiches Geschenk ist vor allem eins: ein Geschenk. Das Kind muss Lust haben, damit zu spielen. Hier fünf Fragen zum Aussortieren und danach Ideen nach Alter. Wir nennen eher Arten von Spielen als Marken, denn dasselbe Spiel passt nicht zu jedem Kind.
1Fünf Fragen vor dem Kauf
Ein gelungenes Lerngeschenk ist eines, das das Kind benutzt. Diese Fragen ersparen die meisten Enttäuschungen.
- ✓Spielt das Kind damit allein, oder braucht es immer einen Erwachsenen, der es erklärt? Beides ist in Ordnung, aber gut, es vorher zu wissen.
- ✓Passt das Niveau? Ein zu schweres Spiel entmutigt, ein zu leichtes liegt nach einer Woche in der Ecke. Eine Stufe über dem, was dem Kind mühelos gelingt, ist ein guter Maßstab.
- ✓Kann man zu mehreren spielen? Spiele, die man mit Geschwistern, Cousins oder Großeltern teilt, halten viel länger.
- ✓Lässt es sich verstauen? Was das halbe Zimmer einnimmt, landet bald auf dem Dachboden. Kompakte Schachteln werden eher wieder herausgeholt.
- ✓Gibt es das schon in ähnlicher Form? Ein Kind braucht selten das dritte Puzzle auf demselben Niveau.
Schau, womit das Kind gerade spielt (bauen, sortieren, malen, so tun als ob) und such in diese Richtung: Es wird sofort damit spielen.
23 bis 4 Jahre: erst die Hände
In diesem Alter lernen Kinder vor allem mit den Händen und durch Nachahmen. Die nützlichsten Geschenke verlangen genaue Bewegungen und lassen sich ohne komplizierte Anleitung benutzen.
Beachte immer die Altersangabe auf der Packung: Vor dem dritten Geburtstag sind Kleinteile eine Erstickungsgefahr.
- ✓Fädelperlen und Schnürbretter: Fädeln, Greifen und Schnüren brauchen Genauigkeit, dieselbe, die später beim Stifthalten gebraucht wird.
- ✓Puzzles mit wenigen großen Teilen, dann mit immer mehr: Das Kind lernt, Formen zu beobachten und dranzubleiben.
- ✓Knete und kleine Werkzeuge (Nudelholz, Ausstechformen): rollen, plattdrücken, ausstechen, was Finger gern tun.
- ✓Einfache Memory-Spiele mit wenigen Karten: Paare finden ist eine erste Spielregel, kurz und beruhigend.
- ✓Kooperative Spiele: Alle spielen gegen das Spiel statt gegeneinander, das erspart die Tränen bei der ersten Niederlage.
- ✓Bilderbücher zum gemeinsamen Anschauen und eine kleine Tafel mit dickem Stift, um das Zeichnen ohne Papierverbrauch zu üben.
35 bis 6 Jahre: Buchstaben, Zahlen und Beobachten
Im letzten Kindergartenjahr und zum Schulanfang entdecken Kinder Buchstaben, Laute und Zahlen. Geschenke, mit denen man das wiederholt, ohne dass es nach Unterricht aussieht, sind ideal.
- ✓Buchstaben- und Silbenspiele: Wörter legen, einen Laut finden. Das Spiel festigt, was in der Schule drankommt.
- ✓Würfel- und Kartenspiele zum Zählen: zwei Würfel addieren, Zahlen-Schlacht, Karten der Größe nach ordnen.
- ✓Beobachtungs- und Reaktionsspiele: das gemeinsame Bild zweier Karten finden, den Außenseiter entdecken.
- ✓Erstlesebücher mit einfachen Silben: kurze Geschichten, die das Kind allein entziffern kann, das gibt Selbstvertrauen.
- ✓Ein Tangram oder Legeformen: ein Muster nachlegen und ein Teil drehen ist Geometrie, ohne dass man es sagt.
- ✓Ein Bastelset (Farben, Collage, Perlen): Fantasie zählt genauso viel wie alles andere.
Auch ein Übungsheft kann ein schönes Geschenk sein, wenn es nicht zur Hausaufgabe wird: Biete es als Spielebuch an, zum Blättern, wenn das Kind Lust hat.
47 bis 9 Jahre: knobeln, rechnen, bauen
In der 2. bis 4. Klasse lieben Kinder Herausforderungen. Es ist das Alter der Spiele, bei denen man nachdenken, ausprobieren, sich irren und neu anfangen muss.
- ✓Logikspiele für einen Spieler: Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad, mit Lösung auf der Rückseite, die man zehnmal wiederholen kann.
- ✓Einfache Strategiespiele für zwei: Man lernt, den Zug des anderen vorauszudenken und ohne Schmollen zu verlieren.
- ✓Spiele zum Einmaleins oder Kopfrechnen: Karten, Spielbretter, Würfel. Angenehmer als Aufsagen, wenn das Kind abgeschaltet hat.
- ✓Rätselbücher, Labyrinthe und Kinder-Sudoku: eine ruhige, selbstständige Beschäftigung.
- ✓Bau- und Experimentierkästen (einfache Stromkreise, Modelle): Basteln ist eine Art zu lernen.
- ✓Ein schönes Sachbuch zum aktuellen Thema (Dinosaurier, Weltraum, Tiere): Es wird monatelang wieder gelesen.
5Geschenke, die man zu Hause vorbereitet
Manche Geschenke kosten fast nichts und kommen genauso gut an. Auf der Website gibt es die Werkzeuge, um sie zu erstellen und auszudrucken: Bingo, Memory, Urkunde, Gutscheine aus dem Belohnungs-Set.
- ✓Ein Bingo oder Memory mit dem Namen des Kindes und seinen Lieblingsthemen, ausgedruckt und laminiert.
- ✓Ein kleines Gutscheinheft zum Verschenken: ein Spieleabend, das Dessert aussuchen, eine Viertelstunde Vorlesen nur für das Kind. Was Kinder oft am liebsten mögen, ist Zeit mit uns.
- ✓Eine Urkunde auf seinen Namen für eine Leistung des Jahres: Schleife binden gelernt, den ersten Satz gelesen.
- ✓Ein Adventskalender mit Aufgaben: jeden Tag eine Herausforderung, ein Ausmalbild oder ein Sudoku.
6Fehler, die man vermeiden kann
Jedes Jahr wiederholen sich dieselben Fehler. Wer sie kennt, macht sie seltener.
- ✓Auf Etiketten vertrauen: „lehrreich“ oder „Montessori“ auf der Packung sagt nichts über die Qualität des Spiels. Schau, was das Kind mit dem Gegenstand macht.
- ✓Zu viel schenken: Drei gut gewählte Geschenke sind besser als zehn. Ein Kind, das zu viel bekommt, spielt mit jedem weniger.
- ✓Etwas „zum Besserwerden“ schenken: Wenn das Kind Arbeit in Verkleidung spürt, wird es misstrauisch. Präsentiere es als Spiel.
- ✓Batterien, Aufbau oder Aufbewahrung vergessen: Ein Geschenk, das am Heiligabend nicht funktioniert, ist eine unnötige Enttäuschung.
Preise unterscheiden sich stark von Shop zu Shop und von Woche zu Woche: Vergleiche vor dem Kauf und halte deine Liste fest, statt dich von einem Angebot leiten zu lassen. Die Amazon-Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links: Wenn du nach dem Klick kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für dich.
Ein gutes Lerngeschenk macht Lust, wieder damit zu spielen. Wähle nach dem, was das Kind gern tut, prüfe Alter und Niveau, nimm lieber wenige, aber gut gewählte Dinge und vergiss das Wertvollste nicht: mit dem Kind zu spielen.
100% kostenlos · Sofort-PDF · Keine Anmeldung
Kostenloses Bingo oder Memory erstellenHäufige Fragen
Ab welchem Alter kann man ein Gesellschaftsspiel schenken?+
Ab 3 Jahren mit sehr einfachen Spielen (Memory, kooperative Spiele mit wenigen Regeln). Mit 5 bis 6 Jahren hält das Kind Regeln und Verlieren besser aus. Beachte immer die Altersangabe auf der Packung.
Kann ein Lerngeschenk Spaß machen?+
Es muss: Wenn das Kind nicht damit spielt, lernt es nichts. Geh von seinen Vorlieben aus, nicht vom Lehrplan.
Was, wenn mein Kind schon viele Spielsachen hat?+
Schenke Zeit oder ein Erlebnis (Ausflug, Workshop, Spieleabend) oder ein Spiel, das ein langweilig gewordenes ersetzt. Einen Teil der Spielsachen in eine Kiste zu packen und zu tauschen weckt auch neues Interesse.
Wie wählt man, wenn mehrere Personen schenken?+
Eine gemeinsame Liste mit mehreren Ideen pro Budget vermeidet Doppelungen. Nenne Alter, Vorlieben des Kindes und was es schon hat.
In einer anderen Sprache lesen
Hilfreich? Teile es mit anderen Eltern